Die Wissenschafter sind vor allem am
Vergleich Erde-Venus interessiert, da sie davon ausgehen, dass die beiden Planeten einst einander sehr ähnlich waren.
Im Mittelpunkt der Forschungen steht der Verlust von Wasser aus der Atmosphäre, denn eigentlich müsste die Venus in etwa so viel Wasser besitzen wie die Erde. Für die Nachtseite des Planeten
schien es schon geglückt, hier wurden mit dem Experiment ASPERA an Bord von "Venus-Express" zweimal soviel Wasserstoffatome als Sauerstoffatome registriert,
welche durch die Strahlung der Sonne von dem Planeten gleichsam weggeblasen werden. Diese 2:1-Zusammensetzung entspräche genau der von Wasser, das also in Form seiner Einzelbestandteile ins All
entweicht.
Ungeklärte Phänomene
An der Tagseite, welche die Forscher nun unter der Lupe haben, ist das noch nicht geglückt. Magda Delva vom Institut für Weltraumforschung bestätigte den Nachweis von
Wasserstoff - doch der von Sauerstoff steht noch aus:
Bei der Analyse der Daten aus dem Magnetometer ist die Signatur von Sauerstoff einfach nicht zu finden. Ein weiteres bislang ungeklärtes Phänomen: Die obere Atmosphäre der Venus enthält doppelt
soviel Wasserstoff wie erwartet.
Neueste Kommentare