Samstag, 3. januar 2009 6 03 /01 /2009 00:04
von ewald - veröffentlicht in: wissenschaft - Community: Universum
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Freitag, 2. januar 2009 5 02 /01 /2009 23:15
Der in Wien geborene Schriftsteller verstarb 84-jährig in der Schweiz. Autor von 36 Filmen, 30 Romanen:
Sieben Pseudonyme brauchte Johannes Mario Simmel schon als junger Journalist:
Um die Menge und die Themenbreite seiner Artikel nicht gänzlich unglaubhaft scheinen zu lassen.
So schrieb der studierte Chemiker für die Illustrierte "Quick" Reisereportagen, verfasste naturwissenschaftliche Serien und beriet die prüden Leser der Fünfziger Jahre in einer wöchentlichen Sexual-Kolumne. Das war in
Deutschland, angefangen hatte er mit dem Journalismus jedoch 1948 als Kulturredakteur in Wien, jener Stadt,
in der er am 7. April 1924 geboren, aus der er mit seinen Eltern als Jude nach London emigriert war und in der 1947, im Zsolnay Verlag, sein erster Novellenband erschien, "Begegnung im Nebel". Geschrieben hatte er ihn als 17-Jähriger.
Der Journalismus allerdings konnte Simmel, trotz der sieben Pseudonyme, nicht auslasten. So verfasste er nebenher Drehbücher für immerhin 36 Filme, darunter "Hotel Adlon" oder "Stefanie". Und nicht zu vergessen:
Die ersten der dickleibigen Romane, wie "Gott schützt die Liebenden" (1956) oder "Affäre Nina B." (1958). Beide wurden verfilmt. 1960 schließlich trat der Geheimagent Thomas Lieven in den Simmel-Kosmos:
"Es muss nicht immer Kaviar sein" wurde der erfolgreichste Roman des Erfolgsverwöhnten:
In über 30 Sprachen übersetzt, erreichte er über 30 Millionen Exemplare Auflage, wurde verfilmt und zur Fernseh-Serie. Weitere Bestseller seiner gut recherchierten "Faction" -Romane folgten nahezu jährlich: "Bis zur bitteren Neige" über Alkoholismus, "Liebe ist nur ein Wort", "Hurra wir leben noch" oder später "Doch mit den Clowns kamen die Tränen", in denen sich der immer auch gesellschaftskritisch engagierte Autor mit den Gefahren der Gentechnologie auseinandersetzte. 2004 sprach er sich, achtzigjährig, gegen die blau-rote Koalition in Kärnten aus und brach aus Protest mit der sozialdemokratischen Partei.

Am 1. Jänner starb Johannes Mario Simmel in einer Altersresidenz in der Nähe von Zug in der Schweiz.
von ewald - veröffentlicht in: Wann lebt man? - Community: Freiheit der Gedanken
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Freitag, 2. januar 2009 5 02 /01 /2009 23:04
von ewald - veröffentlicht in: humor - Community: Lachen ist gesund !
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Donnerstag, 1. januar 2009 4 01 /01 /2009 13:28

Mann, war der Jahreswechsel anstrengend!
Sogar mein Kumpel, der sonst nie trinkt...............
von ewald - veröffentlicht in: humor - Community: Lachen ist gesund !
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Dienstag, 30. dezember 2008 2 30 /12 /2008 12:14

Bei den Protesten gegen die israelische Offensive im Gazastreifen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa war
ein Transparent mit folgendem Text zu sehen: "Tod Bush, Tod Yehud (Jude) Barak, Tod Hosni Barak".
Das Spiel mit dem Namen des ägyptischen Präsidenten zeigt, in welcher Linie für die arabischen
Demonstranten Hosni Mubarak, der zwei Tage vor dem israelischen Angriff Außenministerin Zipi Livni
empfing, steht. Der ägyptischen Regierung wird unterstellt, vorab informiert gewesen zu sein. Unter allen
arabischen Regierungen, von denen viele von den radikalen Sektoren ihrer Gesellschaft als „Komplizen"
der USA und Israels gesehen werden, ist die ägyptische in der unbequemsten Position. Der Gazastreifen
ist auch ägyptisches Erbe. Immer schon nach Ägypten orientiert, stand er nach dem ersten israelischen-
arabischen Krieg von 1949 bis 1967 (mit der Ausnahme einer kurzen Zeit während der Suez-Krise 1956)
unter ägyptischer Verwaltung.

Die Hamas ist ein Abkömmling der ägyptischen Muslimbrüderbewegung. Das Verhältnis zwischen der
Regierung in Kairo und den ägyptischen Islamisten ist nicht unähnlich jenem zwischen Fatah und Hamas:
Naserümpfen und Angst vor Machtverlust. Mit dem Unterschied, dass die Hamas bereits Wahlen - die
qualitativ besten, die es je in der arabischen Welt gab - gewonnen hat.
Das heißt, Kairo würde wohl am liebsten eine hohe Mauer, einen Zaun à la israélienne, zwischen sich und
dem Morast im Gazastreifen errichten: aus Angst, dass Ägypten als dessen einziges Tor zur Welt übrig bleibt,
mit einer Menge politischer und wirtschaftlicher Probleme im Gefolge. Deshalb versucht Kairo einerseits die
Schotten möglichst dicht zu halten , muss jedoch andererseits aus innenpolitischen Gründen die humanitäre
Offenheit für die Gaza-Bewohner betonen. (- immer kritisiert von Israel, dem das noch viel zu wenig ist -).

So wies man etwa lautstark darauf hin, dass die Hamas Verwundete aus Gaza nicht nach Ägypten lassen
würde, wo Hilfe bereitstünde. Gleichzeitig griffen ägyptische Sicherheitskräfte sofort ein, als Palästinenser
am Sonntag versuchten, die Grenzanlagen zu überwinden. In der arabischen Welt kommt bei Demonstrationen
gegen die USA und Israel immer öfter der Unmut mit den undemokratischen Verhältnissen zu Hause zum
Vorschein, für manche Regierungen geht es also um die Stabilität im eigenen Lande. Fast unbemerkt hat sich
jedoch noch ein anderer Aspekt eingeschlichen: der sunnitisch-schiitische. Der Irak unter schiitischer
Dominanz, der regionale Aufstieg des Iran, die Beliebtheit der schiitischen Hisbollah - die 2006 Israel erfolgreich
die Stirn geboten hat - auf den arabischen Straßen und der iranische Einfluss im Gazastreifen schüren
die Ängste der sunnitischen Regierungen. Die ideologisch alles andere als schiitenfreundlich angelegte
Hamas wird als Agentin des Iran wahrgenommen, und die arabischen Regierungen (von denen viele auch
saftige Schecks aus Washington erhalten) rutschen so noch mehr auf die US-Seite.
Nur die Regierung, die den USA "alles verdankt !??" - die irakische - macht nicht mit.
Der schiitische Premier Nuri al-Maliki hat alle arabischen Staaten aufgefordert, die
Beziehungen zu Israel abzubrechen.

von ewald - veröffentlicht in: Wann lebt man? - Community: Freiheit der Gedanken
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